Einen Zugang zum Breitband-Internet zu haben, ist heute schon fast so wichtig wie ein Telefonanschluss oder die tägliche Zustellung der Post. Dennoch sind nach einer Schätzung des Bundeswirtschaftsministeriums immer noch rund 800 Städte und Gemeinden mit rund 2200 Ortschaften nicht an das Breitbandnetz angeschlossen (Stand: Ende 2008).

ADSL

ADSL ist die am weitesten verbreitete DSL-Technologie. In Deutschland ist jeder Zugang mit bis zu 6000 kbit/s ein ADSL-Zugang.

ADSL basiert auf dem altehrwürdigen Telefonnetz

Die Technik des ADSL (”Asymmetric Digital Subscriber Line”), die umgangssprachlich für das am weitesten verbreitete DSL steht, wird zwar ständig weiterentwickelt und das Breitbandnetz derart erweitert, jedoch sehen die DSL Anbieter die Erschließung der “weißen Flecken” auf der Breitbandkarte als unwirtschaftlich an, da es sich dabei hauptsächlich um ländliche Gebiete handelt. Im Gegensatz zu VDSL hat ADSL den unschlagbaren Vorteil, dass das vorhandene Telefonnetz benutzt werden kann und keine teure Aufrüstung mit Glasfaserleitungen erfolgen muss.

Bei ADSL trennt ein Splitter Sprache und Daten

ADSL funktioniert auf eine ganz einfache Art und Weise: Beim Telefonieren werden lediglich die niedrigen Frequenzen für die Sprachübertragung genutzt. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was die Telefonleitung leisten kann. Die ADSL-Technologie macht sich dies zu Nutze und verwendet für die Übertragung der Datensignale die ungenutzten, hohen Frequenzen. Um diese Frequenzen sauber zu trennen, kommt ein Splitter zum Einsatz. Der Splitter wird direkt an die Telefondose angeschlossen und macht es auch möglich, gleichzeitig zu telefonieren und im Internet online zu sein.

ADSL basiert auf dem altehrwürdigen Telefonnetz

Die Bezeichnung ADSL wird für Geschwindigkeiten von bis zu 8.000 Kbit/s benutzt, Geschwindigkeiten von zu bis 16.000 Kbit/s werden mit ADSL2 oder ADSL2+ bezeichnet. VDSL wiederum wird für Geschwindigkeiten von bis zu 50.000 Kbit/s genutzt. In der Fläche können bisher eigentlich nur DSL-Geschwindigkeiten von bis zu 16.000 Kbit/s erreicht werden, lediglich in einigen Großstädten gibt es bereits VDSL.

DSL Light als Alternative für unterversorgte Gebiete

Als Alternative zum eigentlichen DSL wird an einigen Stellen, an denen DSL noch nicht verfügbar ist, DSL light angeboten. Hierbei handelt es sich um einen DSL-Anschluss mit 384 kbit/s, der also ist in keinster Weise mit einem vollwertigen DSL-Zugang vergleichbar.

Auch der Preis ist hierbei nicht “light”, denn DSL light kostet genauso viel wie ein ganz normaler DSL Anschluss. Es wird allerdings nicht offiziell, sondern nur in Gebieten mit schwacher Telekommunikationsinfrastruktur angeboten.

DSL-Techniken neben ADSL

  • DSL Technik (Überblick)
  • SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line)
  • VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line)