DSL für Kommunen & Gemeinden: das Kooperationsmodell der Telekom
Gleichwohl sich die Telekom nach wie vor für die Schließung der so genannten “weißen Flecken” auf der Breitbandkarte engagiert, hat der Marktführer wiederholt auch klargestellt, dass man nicht alle Anfragen von Kommunen, die DSL haben möchten, positiv beantworten könne. Auch werde man sich nicht an sämtlichen Ausschreibungen beteiligen. “Wir können nicht alleine das Breitbandziel der Bundesregierung erfüllen”, so Niek Jan van Damme, Vorstand T-Home, Sales & Service, im Sommer 2009. Auch die Wettbewerber, die einen Marktanteil von rund 50 Prozent halten, seien gefragt, ihr Engagement für DSL auf dem Land und also in kleinen Gemeinden zu verstärken.
Telekom schraubt Engagement in Gemeinden zurück
Infolge der Breitbandinitiative der Bundesregierung sind die Erwartungen jedenfalls hoch – bis Ende 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte (!) an die superschnellen VDSL-Netze mit 50 Mbit/s angeschlossen sein, bis 2018 dann die restlichen 25 Prozent. Das aber ist ein ambitioniertes Ziel, zumal die Telekom – “bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung und Regulierungsentscheidungen der Bundesnetzagentur” – ihre Gesamtinvestitionen in den Breitbandausbau für das Jahr 2009 um 100 Millionen auf 200 Millionen Euro reduziert hat. Vor allem wegen der Absenkung wichtiger Vorleistungsentgelte wie dem Entgelt für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) stünden dem Konzern weniger Investitionsmittel zur Verfügung, heißt es seitens der Telekom.
Telekom arbeitet mit Kommunen zusammen
Dennoch führt die Deutsche Telekom das Kooperationsmodell mit den Kommunen fort: Wo sich der Breitbandausbau nicht selbst trägt, können sich die Kommunen beteiligen und beispielsweise Kabelkanalanlagen oder Leerrohre zur Verfügung stellen. Alternativ sind Vereinbarungen über garantierte Mindestkundenzahlen und finanzielle Zuschüsse möglich. Um das passende Kooperationsmodell auszuarbeiten, stehen in allen Regionen Ansprechpartner bereit. Sie klären mit den Gemeinden, wie ein wirtschaftlicher Ausbau aussehen könnte.
In 1000 Kommunen ist “Kein DSL” Vergangenheit
Insgesamt hat die Deutsche Telekom von 2007 bis Mitte 2009 rund 1000 solcher Kooperationen vereinbart. Seit der Einführung von DSL 1999 hat der Konzern rund zehn Milliarden Euro in die Breitbandinfrastruktur investiert. Mehr als 96 Prozent der Telekom-Anschlüsse sind DSL-fähig.













