Eine DSL-Leitung zum schnellen Surfen im Internet liegt eigentlich in jedem Haushalt – der Grund dafür ist auch ganz einfach. Denn bei Geschwindigkeiten bis 16 Mbit/s (DSL 16.000) wird die DSL-Leitung über das altehrwürdige Telefonkabel realisiert. Sprich: Sie surfen mit Highspeed über die gleiche Leitung im weltweiten Datennetz über die Sie auch ihre Freundin im nächsten Ort anrufen. Noch besser ist: Sie können – anders als bei ISDN – gleichzeitig telefonieren und surfen. Wenn also eine oder mehrere Personen aus Ihrem Haushalt ins Internet gehen, können Sie trotzdem ungestört telefonieren. Faszinierend, oder?

Damit sich die Datenpakete aus dem Internet und die Sprachpakete des Telefonats in der DSL-Leitung nicht “in die Quere kommen”, finden beide Dienste in einem unterschiedlichen Frequenzbereich statt. So ist gewährleistet, dass sowohl die Internetnutzung wie auch das Telefonieren störungsfrei vonstatten gehen können. Wäre ja auch zu doof, wenn der Sohnemann einen MP3-Download macht und Mama nicht mehr mit Ihrer Mutter telefonieren kann, weil die Telefon- bzw. DSL-Leitung gerade über Gebühr beansprucht wird. Was beim Telefonieren übers Internet wohlgemerkt sehr wohl vorkommen kann – denn wenn Sie eine DSL-Leitung mit geringer Bandbreite haben, etwa DSL 1000, dann sollten Sie nicht gleichzeitig downloaden und telefonieren, weil einer von beiden Diensten qualitative Einbußen haben wird. In der Regel ist das die weniger priorisierte Internettelefonie, die – weil das Telefonat ja schließlich über die DSL-Leitung und nicht über das klassische Festnetz geführt wird – auf dem gleichen Frequenzbereich arbeitet wie die DSL-Datenübertragung.

Bei VDSL-Bandbreiten (VDSL ist die Abkürzung für Very High Speed Digital Subscriber Line) sind noch schnellere DSL-Leitungen möglich – etwa DSL 25.000 oder sogar DSL 50.000. Das geht aber nicht mehr nur über die Telefonleitung aus Kupfer, vielmehr benötigt man hierfür ein Glasfasernetz – das aber ist bislang nur in einigen Städten verfügbar. Das letzte Stück einer DSL-Leitung auf Basis der VDSL-Technologie besteht allerdings wieder aus Kupfer.

Last but not least gibt es noch die Möglichkeit eines Kabelanschlusses mit Internetzugang. Dann hat man quasi eine DSL-Leitung vom Kabelanbieter, etwa von Kabel Deutschland, Unitymedia oder Kabel BW. Auch eine solche Leitung bietet rasanten Speed und ist nicht selten schneller als über das Telefonnetz realisierte DSL-Leitung. Kabel BW etwa legt im Sommer 2009 einen fetten 100 Mbit/s Zugang auf – also quasi DSL 100.000 – ein unglaublicher Speed bis dato!

Mit unserem DSL-Tarifrechner haben Sie die Möglichkeit, Ihre bevorzugte DSL-Leitung, also die von Ihnen bevorzugte Bandbreite, aus den vielen DSL-Angeboten herauszufiltern.