Obwohl das Breitbandnetz in Deutschland nahezu komplett ausgebaut ist, ist es manchmal gar nicht so einfach, einen DSL-Anschluss zu bekommen. Das liegt daran, dass das DSL-Netz gerade in ländlichen Gebieten noch nicht ganz ausgebaut ist - allerorten gibt es vereinzelt noch weiße Flecken.

Telekom DSL-Verfügbarkeit bei 96 Prozent

Diese Schmalband-Flecken von der Internet-Landkarte zu tilgen, kann nicht alleine Aufgabe der Deutschen Telekom sein, denn seit der Einführung von DSL im Jahr 1999 hat der Konzern rund zehn Milliarden Euro in die Breitbandinfrastruktur investiert. Heute sind mehr als 96 Prozent der Telekom-Anschlüsse DSL-fähig.

Die Wettbewerber der Telekom indes konzentrieren sich zumeist auf Groß- und Mittelzentren, was kaum weiter verwunderlich ist - dort erreicht man mit weniger Aufwand in Sachen Infrastruktur schlichtweg mehr potenzielle Kunden. Ein Hamburger Stadtteil oder eine Mittelzentrum-Stadt wie das hessische Gießen versprechen eben mehr potenzielle Kunden als ein Dorf mit 400 Einwohnern.

Nähe der Vermittlungsstelle für DSL-Verfügbarkeit wichtig

Damit eine DSL Verfügbarkeit gegeben ist, muss Ihr Wohnort in der Nähe einer Vermittlungsstelle liegen. Die Vermittlungsstelle überträgt die Datensignale. Liegt Ihr Haushalt in der Nähe der Vermittlungsstelle, können die Datensignale gut übertragen werden. Das bedeutet, Sie können DSL bekommen und das wahrscheinlich auch mit relativ hoher Geschwindigkeit - selbst in kleineren Orten ist durchaus DSL 6000 möglich.

Liegt Ihr Haushalt jedoch zu weit von der Vermittlungsstelle weg, können die Datensignale nur schlecht übertragen werden - unter Umständen auch gar nicht. Sie können also nur einen langsamen - oder, mit viel Pech - auch gar keinen DSL-Anschluss bekommen.

DSL-Verfügbarkeit direkt beim Anbieter prüfen

Ob DSL bei Ihnen verfügbar ist, können Sie über einen DSL-Verfügbarkeitstest herausfinden. Einen solchen Test finden Sie auf den Webseiten der DSL-Anbieter selbst. Um die Verfügbarkeit festzustellen, geben Sie Ihren Wohnort und/oder Ihre Postleitzahl und/oder Ihre Telefonnummer in eine Suchmaske ein. Schon nach wenigen Augenblicken bekommen Sie das Ergebnis angezeigt.

Ist die Verfügbarkeitsprüfung bei einem Provider negativ ausgefallen, lohnt es sich immer, die Verfügbarkeit über einen anderen DSL-Anbieter nochmals zu testen und gegebenenfalls auf ein Angebot dieses Anbieters umzusteigen. Die Internetprovider haben Ihre Breitbandnetze nämlich unterschiedlich gut ausgebaut. Daher kann es durchaus vorkommen, dass Sie über einen Anbieter kein DSL bekommen können, über einen anderen Provider hingegen schon.

Zum normalen DSL über die Telefonleitung gibt es inzwischen aber auch brauchbare Alternativen. Ist Ihre Verfügbarkeitsprüfung also generell negativ, sollten Sie darüber nachdenken, zum Beispiel DSL via Satellit oder UMTS zu nutzen.

Mehr DSL-Verfügbarkeit: Telekom will nicht alleine auf dem Land investieren

Das Breitbandnetz der Deutschen Telekom ist übrigens am besten ausgebaut. Die Telekom sagt aber auch, dass sie nicht alle Anfragen von Kommunen positiv beantworten kann und sich auch nicht an sämtlichen Ausschreibungen beteilige. Im Klartext: Auch weiterhin wird es Orte ohne DSL geben, der Marktführer will die Investitionen auf dem Land nicht alleine stemmen.

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