HSUPA: Schnelle Uploads für UMTS
HSUPA ist eine neue Erweiterung der Mobilfunktechnologie UMTS. Die mit UMTS erreichbaren Geschwindigkeiten werden mittels HSPA (High Speed Packet Access) deutlich erhöht, wobei HSPA selbst wieder aus zwei Komponenten besteht, nämlich HSDPA und HSUPA. Dabei steht das D für “Downlink” und das U für “Uplink”.

HSUPA beschleunigt die Daten-Uploads in UMTS-Netzen.
HSUPA beschleunigt die UMTS-Uploads
Für die Beschleunigung von Down- und Uploads werden also zwei unterschiedliche Technologien benötigt. Reines UMTS erlaubt Uploads mit bis zu 128 Kbit pro Sekunde, die gegenwärtig in den Netzen von T-Mobile und Vodafone eingesetzte Version von HSUPA erlaubt 1,4 Mbit/s. Eine noch schnellere Version mit 5,8 Mbit/s existiert zwar auch schon, wird aber in Deutschland nicht eingesetzt.
HSUPA ist nicht automatisch in Tarifen enthalten
Wer HSUPA nutzen möchte, sollte zweierlei beachten: Erstens können das nicht alle Handys bzw. Surfsticks und zweitens ist HSUPA nicht automatisch in den Tarifen der beiden genannten Anbieter enthalten, sondern muss zusätzlich bezahlt werden. Beides ist bei HSDPA anders. Das gehört - wiederum nur bei diesen beiden Netzbetreibern - selbstverständlich zu UMTS. Und für Handys stellt HSDPA auch kein Problem dar, das beherrschen alle neueren Geräte.
Warum diese Unterscheidung? Zunächst einmal trägt sie dem typischen Anwenderverhalten Rechnung. Schnelle Downloads möchte nahezu jeder User gerne nutzen können, aber nur ein kleiner Teil der mobilen Internetnutzer will vom Handy oder Laptop große Datenmengen ins Internet hochladen.
Nicht jedes Handy kann HSUPA
Der zweite Grund ist technischer Natur. Das Handy muss nicht nur schnell senden können, es muss auch wissen, wie schnell es aktuell senden darf. Nahezu jeder kennt das Problem bei Downloads: Wenn das Netz stark ausgelastet ist, wird es langsamer. Hier ist das technisch einfach zu realisieren, indem die Netzstationen des Betreibers einfach langsamer senden. Bei Uploads ist das erheblich schwieriger, weil jetzt die Netzstation jedem Handy mitteilen muss, wie schnell es senden darf. Und damit die verfügbaren Kapazitäten nicht sinnlos auch auf die Handys verteilt werden, die gar nicht senden wollen, muss jedes Handy der Netzstation vorher mitteilen, ob und wie viel es momentan senden möchte.
Nicht alle Handys beherrschen diese komplexe Kommunikation mit den Sendestationen. Und wenn sie es beherrschen sind sie im Allgemeinen allein deswegen schon teurer, weil sie eine zweite Antenne benötigen, um diese Informationen - neben dem normalen Sprach- und Datenverkehr - schnell genug erbringen zu können.













