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Mit guten Zahlen im ersten Quartal hat die Deutsche Telekom (www.t-home.de) das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich begonnen. So stieg das bereinigte EBITDA im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 1,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Bei einem fast stabilen Umsatz mit minus 0,6 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro errechnet sich daraus eine Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um 0,6 Prozentpunkte auf 30,9 Prozent.
Besonders erfreulich entwickelte sich der bereinigte Konzernüberschuss. Dieser legte gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro zu. Der unbereinigte Konzernübeschuss sprang um fast zwei Milliarden Euro von minus 1,1 Milliarden auf plus 0,8 Milliarden Euro. Eindrucksvoll fiel auch die Entwicklung des Free Cash-Flow aus: Nach einem Wert von 0,4 Milliarden Euro im Vorjahr wurden in den ersten drei Monaten 2010 nun 1,4 Milliarden Euro erzielt.
“Das ist ein guter Start für uns in das Jahr 2010″, erklärte René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. “Wir haben das operative Geschäft weiter stabilisiert, zum Teil deutlich verbessert, und gleichzeitig wichtige Schritte unserer neuen Strategie umgesetzt.”
Zu den operativen Highlights der ersten drei Monate 2010 zählten die hervorragenden Zahlen im inländischen Mobilfunkgeschäft. Auch die deutliche Steigerung der Profitabilität der Mobilfunkgesellschaften im Segment Europa sowie das Umsatzplus bei T-Systems waren erfreulich. In Süd- und Osteuropa entwickelte sich das Geschäft, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Ländern wie Griechenland, stabil bei unverändert hohen Margen.
Mit der Übernahme des Internet-Bezahldienstleisters ClickandBuy im März dieses Jahres hat der Konzern in einem wachstumsstarken Segment eine führende Position erlangt. Zum Ende des ersten Quartals wurde außerdem mit dem offiziellen Start der Telekom Deutschland GmbH die Zusammenführung des Mobilfunk- und Festnetzgeschäfts in Deutschland abgeschlossen.
Die Deutsche Telekom hält an der bislang kommunizierten Konzernerwartung grundsätzlich unverändert fest. Die Deutsche Telekom erwartet für 2010 ohne Berücksichtigung der Auswirkungen des Joint Venture von T-Mobile UK und Orange UK in Großbritannien ein bereinigtes EBITDA von rund 20 Milliarden Euro und einen Free Cash-Flow von rund 6,2 Milliarden Euro.
Als Folge der Gründung des Joint Venture in Großbritannien werden die Vermögenswerte und Schulden der T-Mobile UK ab dem 1. April 2010 nicht mehr in der Konzernbilanz ausgewiesen. Ebenso ist die Gewinn- und Verlustrechnung der T-Mobile UK ab dem 1. April 2010 nicht mehr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Stattdessen wird das Joint Venture als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen in der Konzernbilanz bilanziert. Das Ergebnis des Joint Venture wird im Finanzergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Diese Änderungen haben Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA der Deutschen Telekom in Höhe von 0,4 bis 0,5 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung einer vereinbarten Vorabdividende des Joint Venture erwartet die Deutsche Telekom keine Auswirkungen auf den Free Cash-Flow.
Im Mobilfunk in Deutschland wurde die Marktführerschaft in den Serviceumsätzen nochmals ausgebaut. Der Fokus lag weiter auf werthaltigem Wachstum. Generell behauptete sich das Deutschlandgeschäft im ersten Quartal trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds, der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie des intensiveren Wettbewerbs. So konnte der Breitbandmarktanteil seit 2007 stabil bei 46 Prozent gehalten werden. Mit einem Zuwachs um 130 000 auf 1,2 Millionen vermarkteten Entertain-Paketen zum 31. März 2010 setzte sich die positive Entwicklung fort.
Das operative Segment Deutschland konnte den Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern und verzeichnete im ersten Quartal 2010 ein Minus von 2,2 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gegenüber den ersten drei Monaten 2009. Im ersten Quartal 2009 war der Gesamtumsatz noch um 4,6 Prozent gesunken. Das bereinigte EBITDA ging im ersten Quartal 2010 um 2,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück.
Der Gesamtumsatz im deutschen Mobilfunkgeschäft stieg im ersten Quartal 2010 um 2,5 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro, vor allem wegen der um 3,3 Prozent höheren Serviceumsätze. Unverändert stark entwickelten sich die mobilen Datenumsätze mit plus 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA im Mobilfunk erhöhte sich um 8,8 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro und die bereinigte EBITDA-Marge um 2,4 Prozentpunkte. Hier spiegelten sich vor allem die positive Umsatzentwicklung sowie geringere allgemeine Verwaltungskosten wider. Der Erfolg des werthaltigen Wachstums zeigt sich auch im gestiegenen Anteil der Vertragskunden an der Gesamtkundenzahl. Zum 31. März 2010 hatte die Deutsche Telekom im Inland 17,3 Millionen Mobilfunk-Vertragskunden, das waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Im Festnetzbereich sank der Umsatz im ersten Quartal gegenüber der Vergleichsperiode um 4,1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 1,5 Milliarden Euro. Hierbei konnte der Umsatzrückgang größtenteils durch effektives Kostenmanagement kompensiert werden. Die Zahl der Anschlussverluste lag im ersten Quartal mit 372 000 um 38,2 Prozent unter dem Wert im Vorjahresquartal.
In den USA nimmt die Nachfrage nach mobilen Internetangeboten weiter zu und entspricht den strategischen Erwartungen. Allein in den ersten drei Monaten 2010 stieg die Zahl der 3G-fähigen Konvergenzgeräte im Netz von T-Mobile um ein Drittel auf 5,2 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist dies ein Anstieg um 3,7 Millionen. In der Folge legten auch die Datenumsätze je Kunde um 1,50 Dollar gegenüber dem Vorjahr zu.
Bei den Kundenzahlen verzeichnete T-Mobile USA im ersten Quartal 2010 einen Rückgang um 77 000. Dies war Resultat eines schwierigen Wettbewerbsumfelds sowie einer branchenweiten Abschwächung. Zum 31. März 2010 betreute die US-Mobilfunkgesellschaft 33,7 Millionen Kunden. Das waren 0,5 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.
Die Geschäftszahlen der T-Mobile USA wurden durch eine negative Wechselkursentwicklung des US-Dollar gegenüber dem Euro belastet. In Dollar betrachtet verzeichnete die US-Tochter einen Umsatzrückgang von nur 2,2 Prozent, während das bereinigte EBITDA um 0,8 Prozent stieg. Auf Eurobasis fiel der Umsatz im ersten Quartal 2010 dagegen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank das bereinigte EBITDA um 5,0 Prozent auf eine Milliarde Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 0,8 Prozentpunkte auf 26,4 Prozent. Die Profitabilität des US-Geschäfts unterstreicht auch, dass in den ersten drei Monaten 2010 ein Netto-Gewinn von 362 Millionen Dollar erzielt wurde, nach 322 Millionen im Vorjahresquartal.
Eine durchweg erfreuliche Steigerung ihrer Profitabilität verzeichneten die im operativen Segment Europa zusammengefassten Mobilfunkgesellschaften. Für das Segment errechnete sich im ersten Quartal eine bereinigte EBITDA-Marge von 27,6 Prozent, das waren 8,4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Auch die Umsatzentwicklung stimmt zuversichtlich. Der Gesamtumsatz fiel um nur 1,0 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Bereinigt um die Einflüsse von Regulierungsentscheidungen und von Wechselkursen ergibt sich sogar ein leichtes Umsatzplus.
Die Kundenzahl blieb im Segment mit 44,0 Millionen trotz Ausbuchung inaktiver Prepaid-Kunden stabil. In den ersten drei Monaten 2010 wurden 171 000 neue Vertragskunden gewonnen. Vor allem die Gesellschaften in Polen und in den Niederlanden waren hier erfolgreich und haben ihre Kundenbasis erneut deutlich in Richtung des lukrativen Vertragskundenbereichs verschoben.
Dank strikter Kostendisziplin gelang es allen Landesgesellschaften trotz harten Wettbewerbs und belastender Regulierungsentscheidungen die Gewinnmargen zu steigern. Auch Einmaleffekte wie in Österreich trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Am profitabelsten arbeitet weiterhin T-Mobile CZ in Tschechien mit einer bereinigten EBITDA-Marge von nun 48,4 Prozent.
Mit dem ersten Quartal 2010 berichtet T-Mobile UK letztmalig seine Geschäftszahlen. Am 1. April 2010 hat das neue Gemeinschaftsunternehmen mit Orange UK seine Arbeit aufgenommen. Das Joint Venture wird seine Geschäftszahlen künftig separat veröffentlichen. Die Gesellschaften aus Polen, Tschechien, Österreich und den Niederlanden werden künftig gemeinsam mit den bislang im Segment Süd- und Osteuropa geführten Gesellschaften im neuen Segment Europa geführt.
Die Deutsche Telekom konnte im ersten Quartal 2010 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ihre Position in den Märkten in Süd- und Osteuropa weiter stärken. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Milliarden Euro auf 2,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA stieg im gleichen Zeitraum um 0,1 Milliarden Euro auf 0,9 Milliarden Euro. Wesentlich beeinflusst wurden Umsatz und bereinigtes EBITDA durch die Einbeziehung der OTE-Gruppe. Die OTE wird erst seit Februar 2009 vollständig einbezogen und war daher im ersten Quartal 2009 nicht über den gesamten Zeitraum in den Zahlen enthalten.
Die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck im Mobilfunk sowie im klassischen Festnetz belasteten im ersten Quartal 2010 die organische Umsatzentwicklung. Zusätzlich wirkten sich Steuerbelastungen auf den Mobilfunkumsatz in Kroatien negativ aus. Diese Effekte konnten trotz intensiver Kosteneinsparungen nicht vollständig im bereinigten EBITDA kompensiert werden. Die bereinigte EBITDA-Marge ist jedoch mit fast 39 Prozent weiter auf hohem Niveau.
Der Breitbandmarkt wuchs auch im ersten Quartal 2010. Mit einem Bestand von insgesamt 3,9 Millionen Breitbandanschlüssen erzielte das operative Segment einen Anstieg um 3,0 Prozent gegenüber dem Jahresende 2009. Die positive Entwicklung im Breitbandmarkt wurde auch durch die erfreuliche Entwicklung bei der Vermarktung von IPTV beeinflusst, da die Zahl der IPTV-Kunden innerhalb eines Jahres fast verdoppelt werden konnte.
Sämtliche Mobilfunkgesellschaften trugen zum Anstieg der Zahl der Vertragskunden absolut bei. Der prozentuale Anteil der Vertragskunden in Relation zum Gesamtkundenbestand konnte in allen Ländern mit Ausnahme der Slowakei leicht verbessert werden. Die Gesamtkundenzahl im Mobilfunk sank im ersten Quartal 2010 um 0,6 Millionen auf 34,0 Millionen. Bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und durch neue Registrierungs-vorschriften bei Prepaid-Produkten in einigen Ländern wies das Mobilfunkgeschäft im Segment Süd- und Osteuropa in mehreren Ländern einen Rückgang gegenüber dem Jahresende 2009 auf.
Das Geschäft von T-Systems war im ersten Quartal erstmals wieder geprägt von einem Anstieg des Gesamtumsatzes um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 2,1 Milliarden Euro. Dazu trug besonders das Wachstum um 5,7 Prozent im internationalen Geschäft bei.
Zahlreiche im vergangenen Jahr geschlossene Verträge mit Großkunden zeigten hier ihre Auswirkung. Zudem setzte sich im ersten Quartal durch neue Großaufträge mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Deutschen Post DHL, TUI Travel oder der Schweizerischen Bundesbahn ein erfreulicher Aufwärtstrend beim Auftragseingang fort. Trotz der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise stieg dieser in den ersten drei Monaten 2010 um 7,3 Prozent.
Das Geschäft mit Kunden außerhalb der Deutschen Telekom konnte um 2,4 Prozent ausgeweitet werden. Hier zeigt sich die zunehmend starke Positionierung von T-Systems auf nationalen und internationalen Märkten. Der konzerninterne Umsatz sank um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 0,6 Milliarden Euro und unterstreicht ein weiteres Mal den Beitrag von T-Systems zu den Sparanstrengungen des Konzerns.
Das bereinigte EBIT stieg im Rahmen des umfassenden Restrukturierungs- und Effizienzprogramms “Save for Service” sowie durch längere Nutzungs-dauer von Anlagegütern um 38,2 Prozent auf 47 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 2,2 Prozent, nach 1,6 Prozent im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA des operativen Segments Systemgeschäft war dagegen um 7,1 Prozent auf 0,2 Milliarden Euro im ersten Quartal rückläufig. Dies ist hauptsächlich auf gestiegene Materialkosten im Zusammenhang mit den neu gewonnenen Großaufträgen zurückzuführen.
[ Mittwoch, 12. Mai 2010 ] [ Kategorie: Telekom ] [ Gelesen: 425 Heute: 2 Mal ]
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